Über uns

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Seinen weltweiten Durchbruch erlebte das Konzept des skandinavischen Designs – modern, blond, funktional, elegant – in den 1950er-Jahren. Designer wie Arne Jacobsen, Poul Kjaerholm und Tapio Wirkkala regierten in den Fünfzigern und Sechzigern die Welt. An der Spitze standen vor allem zwei nordische Länder: Dänemark und Finnland. Später, in den Siebzigern und Achtzigern lebte das skandinavische Design vor allem von seinem Ruhm der früheren Jahrzehnte. In den Neunzigern hatte das skandinavische Design jedoch ein Comeback, das so stark war, dass die weltweite Begeisterung auch 20 Jahre später nicht abgeebbt ist. Diesmal gingen die Impulse von Schweden aus.

Alternative Marken wurden mit dem Ziel gegründet, sich unangefochten an die Spitze der Designwelt zu setzen. Gründungen der Stockholmer Szene waren Asplund durch Thomas und Michael Asplund, CBI durch Christian Springfeldt und Klara durch Stefan Ytterborn. In Malmö gründete ein ehemaliger Popsänger und DJ namens David Carlson David design. Unter ihnen befanden sich Designer wie Thomas Sandell, Björn Dahlström und Claesson Koivisto Rune.

Für die Mailänder Möbelmesse Salone del Mobile 1998 präsentierte David design eine Handvoll schwedischer zeitgemäßer Lifestyle-Marken in der Ausstellung ‚Living in Sweden‘, die vom Wallpaper Magazine koproduziert wurde. Veranstaltungsort war Giorgio Armanis ehemaliger Showroom in der Via Borgonuovo, dem Herz des Mailänder Modebezirks. Das Event wurde zum Stadtgespräch des Jahres und nach einem Artikel in der führenden Mailänder Tageszeitung La Republica kam es zu tumultartigen Szenen, als sich die Menschenmassen in der Straße drängten. Für die damals Anwesenden ist das Event nicht nur legendär – es ist ein Meilenstein in der Geschichte des skandinavischen Designs.

In dieser Zeit veröffentlichte David Carlson ein Statement:

„Das Jahrtausend geht zu Ende. Das nächste wird eine neue Zukunft einläuten, mit höheren Ansprüchen an das Leben und Arbeiten. Hochwertiges Design, Funktionalität und Langlebigkeit sind unabdingbar. Die zentralen Begriffe lauten smart, zurückhaltend, bewusst, menschlich, komfortabel und modern.“

Heute, Jahre später (und bereits im dritten Jahrzehnt des ‚nächsten Jahrtausends‘) ist David design dieser Vision treu geblieben. Daviddesign ist mittlerweile eine etablierte internationale Marke, deren Anhänger sich ikonische, funktionale und nachhaltige Möbel und Accessoires wünschen. Die Arbeiten einiger der weltweit führenden Designer sind in die Kollektion eingeflossen: Claesson Koivisto Rune, Luca Nichetto, Nendo, Inga Sempé und Richard Hutten. David design hat seinen Sitz noch immer in Schweden. Der Schwerpunkt liegt heute auf dem Vertragsmarkt, einschl. des Gastgewerbes. Doch echtes skandinavisches Design lässt sich natürlich ebenso gut in die eigenen vier Wände integrieren.

Wir bei David design arbeiten heute in einem viel stärker etablierten Unternehmen und Konzept. Doch unsere Wurzeln sind noch immer ziemlich alternativ.

– Håkan Nilsson, CEO

Als ich David design 1988 gründete, war die Designszene in Schweden und auch international eine ganz andere als heute. Der extravagante Glamour der Achtziger befand sich auf seinem Höhepunkt und das smarte, schlichtere Design der Neunziger sollte erst noch kommen. Ich wollte mit talentierten jungen Designern zusammenarbeiten und eine neue, frische Version des skandinavischen Designs fördern. (Anmerkung am Rande: Es macht mich unglaublich stolz, dass einige der Designer, die ihre ersten kommerziellen Produkte für David design entworfen haben – etwa Claesson Koivisto Rune und Monica Förster –, heute weltweit sehr erfolgreich und gefragt sind.)

In Zusammenarbeit mit Asplund und CBI und anderen aufstrebenden schwedischen Marken riefen wir in den frühen Neunzigern eine Dachorganisation für den Export ins Leben. Einer der schönsten Augenblicke war wohl das Event ‚Living in Sweden‘ in Mailand 1998. Ich erinnere mich noch lebhaft an die Menschenschlangen, die sich Hunderte von Metern in alle Richtungen erstreckten.

Seite an Seite mit den internen Designkollektionen betrieben wir eine frühe Version von Lifestyle-Designläden in Malmö, Stockholm und Tokio, Hier konnten sich unsere Kunden vom besten internationalen Design inspirieren lassen, einen Espresso von unserer Kaffeebar trinken, den aktuellen Dancefloor-Sound auf CD kaufen und Kleidungsstücke von aufstrebenden alternativen Modemarken erstehen. Das alles mag heute selbstverständlich klingen, doch dies war noch vor dem Boom von Lifestyle-Stores wie Corso Como, Colette, Merci und Spazio Rossana Orlandi.

Ich habe David design vor zehn Jahre verlassen, aber ich werde die Marke für immer in meinem Herzen tragen.

– David Carlson, Gründer